Warum Marke Null?
kennst du das? Man will nur kurz etwas ausprobieren, und plötzlich ist es ein Beruf. Bei mir fing es mit einem Klavier an. Falsche Branche, ich weiß.
Aber von Anfang an: Alles begann 2009 in der 8. Klasse. Ich spielte im Orchester und wollte irgendwann etwas, das ich allein machen kann: Klavier. Also brachte ich es mir selbst bei, ohne Lehrer und ohne Plan, einfach durch Ausprobieren. Bald schrieb ich eigene Stücke am Computer. Nur hörte sie niemand. Schreiben war der leichte Teil, schwierig war, einen Ort dafür zu finden.
Das Internet kam mir damals noch recht jung vor und reizte mich, keine Ahnung warum. Also baute ich eine Website, mit so einem Apple-Programm, das alles für mich erledigte. Lief super, bis ich ein Formular wollte. Das Programm sagte: Nö. Ich sagte: Dann eben selbst. Das war der Moment, in dem aus einem Musiker jemand wurde, der nachts PHP liest. Das Formular war der erste Dominostein.
Und dann kam diese Frage. Kurz vor der 10. Klasse saß ich mit ein paar Freunden zusammen, und irgendwer sagte halb im Scherz: Wir könnten eine Agentur gründen. Willst du mitmachen? Ich sagte: Ja, klar. Kein Businessplan. Kein Geld. Keine Ahnung, was eine Agentur eigentlich den ganzen Tag macht. Aber ein Laptop und die Erkenntnis, dass man Dinge einfach anfangen kann, solange niemand daneben steht und erklärt, warum das nicht geht.
Die Agentur lief, und ich lernte im Schnelldurchlauf, was die Schule nicht beibringt: Kunden zuhören, Deadlines überleben, Versprechen halten. Kurz nach dem Abi ging ich meinen eigenen Weg. Im Dezember 2013 machte ich mich selbstständig und trennte mich von der Agentur. Allein, mit genau einem Verkaufsargument: UI/UX-Design und Development aus einer Hand. Du glaubst mir nicht? Dann hast du vermutlich noch nicht alle 20 Easter Eggs auf dieser Seite gefunden. Die sind nämlich auch von mir.
Der Witz daran: Das ist selten. Meistens malt jemand hübsche Designs, wirft sie über die Mauer, und auf der anderen Seite baut jemand etwas, das aussieht wie ein entfernter Verwandter davon. Bei mir sitzen Design und Development im selben Kopf, vom Figma-Entwurf bis zum fertigen Shop. Es geht nichts verloren, und niemand kann sagen, das sei technisch nicht möglich.
Das funktioniert auch bei großen Namen. Seitdem habe ich unter anderem für die Vodafone GmbH, die Adolf Würth GmbH & Co. KG, die Volksbank Mittleres Erzgebirge eG, die Media-Saturn-Holding GmbH und 99Chemnitz gearbeitet. Dieselbe Regel gilt bei jedem Projekt: erst zuhören, dann gestalten, dann bauen.
Und das Klavier? Das ist die Pointe. Ein Song und ein Produkt haben mehr gemeinsam, als man denkt: Beide wirken am besten, wenn man die Technik dahinter nicht bemerkt. Beim Lieblingssong denkt niemand an den Quintenzirkel, und im guten Shop niemand an Code und A/B-Testing. Man spürt nur, dass es sich richtig anfühlt. Und erzählt es weiter.
Aus dem Solo wurde über die Jahre ein Studio für UI/UX-Design und Development. Ich bin der Kopf und halte alles zusammen. Wird ein Projekt größer, holen wir die Richtigen dazu: feste Partner für das, was ich nicht selbst mache, und für die großen Marketing-Brocken auch meine eigene GmbH, seit 2021. Die sitzt bei Bedarf mit am Tisch, wie jeder andere Partner. Marke Null ist die Tür dazu.
Warum Marke Null? Weil jedes Projekt bei Null beginnt. Am Anfang sitzen am Tisch nur zwei: du, mit einer Idee, und ich. Ohne Folien, ohne Floskeln. Alles Weitere wächst von dort aus, bis dein Produkt so gut ist, dass man darüber spricht. Und das Komma hinter dem Namen? Das wartet auf den nächsten Satz. Gern deinen.
Wenn du etwas im Kopf hast, das es noch nicht gibt: Schreib mir. Eine Idee reicht. Einen Businessplan hatte ich damals auch nicht.
Alex